ArticleView portlet

VDMA: „Europe first!“

29.06.2016 | id:14008908

Die EU und ihre Mitgliedstaaten müssen die Errungenschaften der europäischen Einigung sichern, die in den vergangenen Jahrzehnten für Frieden und Wohlstand in Europa gesorgt haben. Dies fordern die Maschinen- und Anlagenbauer in Deutschland. Vor dem Hintergrund des EU-Gipfels am 28. und 29. Juni in Brüssel sagte VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge: „Die Entscheidung der Briten, aus der EU auszutreten, ist sehr bedauerlich und wird nicht ohne politische und wirtschaftliche Folgen bleiben. Umso wichtiger ist es jetzt, den europäischen Gedanken zu fördern. Die EU und die Mitgliedsstaaten sind aufgefordert, alles zu tun, damit der Brexit ein Einzelfall bleibt. Wir müssen für ein starkes Europa kämpfen.“

Für den deutschen Maschinenbau ist Europa der wichtigste Markt. 2015 gingen 44,8 Prozent aller Exporte dieser Industrie ins EU-Ausland (69,6 Milliarden Euro). „Eine lange Phase der Unsicherheit ist Gift für das Investitionsklima in Europa. Großbritannien und die EU müssen möglichst zügig mit den Austrittsverhandlungen beginnen. Die Briten sollten deutlich machen, wie sie sich ein zukünftiges Verhältnis mit der EU vorstellen. Eine Sonderrolle als Trittbrettfahrer, der die Vorteile des Binnenmarktes mitnimmt, die Pflichten einer EU-Mitgliedschaft aber nicht erfüllen muss, kann jedenfalls nicht die Lösung sein“, sagte Festge.     

 

Kontakt: holger.kunze@vdma.org

Bildquelle : Fotolia - artjazz

Kunze, Holger
Kunze, Holger
Zurück